ÜBER DEN KOMPONISTEN

Siegmund Andraschek

Er komponiert und arrangiert für die Grazer Oper, nationale und internationale Festivals; renommierte Solisten und Orchester brachten und bringen seine Kompositionen zur Uraufführung bzw. führen und führten seine Arrangements auf. Seine Kompositionen und Arrangements werden in Europa, Asien, Amerika und Australien gespielt, zudem führt er einen eigenen Musikverlag. Sein heute umfassendes Verständnis der Materie ist geprägt durch vielfältige fachliche Perspektiven und praktische Erfahrungswerte aus unterschiedlichen Bereichen, die sich wie folgt aufschlüsseln lassen:

 

Posaunist

Siegmund Andraschek studierte Posaune (Konzertfach und IGP) in Wien und Graz. Meisterkurse bei Christian Lindberg, Substitutentätigkeit im RSO Wien, Wiener Volksoper, Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, Grazer Philharmoniker. Mitwirkung bei: u. a. Ensemble Kontrapunkte, Ensemble Online, Ensemble Szene instrumental. Mitglied des Wiener Operettenorchesters (seit 1992) und recreation Großes Orchester Graz (2003–2008). Diese Phase prägt sein Verständnis für professionelles orchestrales Zusammenwirken in vielen Facetten und im Weiteren für die Klangentwicklung bzw. Klangverschmelzung aus dem Orchester heraus.

Pädagoge

Siegmund Andraschek unterrichtet über 15 Jahre lang an der Basis, u. a. an der Musikschule St. Stefan im Rosental und im Stiftsgymnasium Admont in den Fächern: Blechblasinstrumente, Klavier, Ensembles, Jugendblasorchester, BigBand, Basiskurs für Blasorchesterleitung. Diese Phase prägt insbesondere sein Verständnis für die Entwicklungs- und Niveaustufen. Sein Zugang zur Musikvermittlung sowie die Schaffung von Unterrichtsmaterialien finden über die Grenzen hinaus Anerkennung. Für den Bläserbereich sind gemeinsam u. a. mit dem Illustrator Rupert Hörbst zahlreiche Musikvermittlungsprojekte (mit Tonträger) entstanden.

Komponist & Arrangeur

Siegmund Andraschek arrangiert bereits ab 1993 vereinzelt für verschiedene Ensembles, ab 2001 widmet er dieser Tätigkeit vermehrt seine Zeit. Am Beginn seiner Tätigkeit als Komponist stehen Kompositionsaufträge für Blasorchester, seinen ersten Verlagsvertrag unterschreibt er für das Pflichtstück „Camelot" im Jahre 2005. 

Seine Werke für Blasorchester werden seither regelmäßig als Pflichtstücke in den Stufen B – E nominiert.
Seine Neu-Instrumentationen ganzer Strauß-Operetten für reine Bläserbesetzung werden vom Wiener Operettenorchester im Rahmen des Musikfestivals Steyr (2014 Die Fledermaus, 2016 Wiener Blut) uraufgeführt. Die OÖ Nachrichten berichten hierzu: „Großen Applaus spendete Serafin dem Arrangeur Andraschek: ‚Der hat das so angelegt, dass die Musik ohne Streicher überhaupt nicht dünn wirkte.' Im Gegenteil hörte Serafin heraus, ‚dass mit dieser Begleitung den Sängern noch viel mehr Raum gegeben wird, den sie mit ihren Stimmen nutzen können.'"
Im Genre Symphonieorchester spielten bereits namhafte Orchester wie das Wiener Kammerorchester, das Symphonieorchester der Wiener Volksoper, die Grazer Philharmoniker, das Wiener Operettenorchester, Covent Garden Soloists Orchestra, Budapest Operette and Musical Orchestra, North Czech Philharmonie Orchestra u. a. seine Kompositionen und/oder seine Arrangements.

Seit 2016 widmet er sich ausschließlich der Tätigkeit als Komponist und Arrangeur und switcht gekonnt zwischen verschiedenen Orchesterwelten (Symphonieorchester – Blasorchester) und Genres (Klassik – Pop – Jazz). Inklusion inklusive.

So beauftragt die OPER GRAZ Siegmund Andraschek 2019 mit der Vertonung des Buches „Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel" von Mira Lobe, es folgen „Die dumme Augustine" von Otfried Preußler (2022) und „Der fliegende Zobel" von Franzobel (2024). Letzteres Werk hat zur Besonderheit, dass ein groß besetztes Blasorchester in der Funktion des Bühnenorchesters (mit darstellerischen Aufgaben bzw. Choreografien) nicht als Randerscheinung, sondern als „gleichwertiger" Partner mit einem professionellen Symphonieorchester fungiert.

Die Musicalette „Die Unbekannte" (Libretto: Prof. Siegfried Andraschek) soll Operette und Musical in einem Werk zusammenführen und wird 2021 in Leibnitz im „Alten Kino" uraufgeführt. Ein Tonträger mit der Musik wird schon 2018 veröffentlicht.
Selbst nicht mehr als Posaunist tätig, nimmt das Instrument nun in seinen Kompositionen einen prominenten Platz ein. Harald Matjaschitz (Radio-Sinfonieorchester Stuttgart) spielt einen Querschnitt seiner Werke auf Tonträger ein (CD „Cross Section"), für David Luidold (Grazer Philharmoniker) komponiert er „THOR" – Konzert für Bassposaune und Orchester.
Für Christoph Moschberger komponiert er im Jahr 2025 die Alpine Chameleon Rhapsody für Flügelhorn und Orchester.

2026 arrangiert er im Auftrag der OPER Graz die Operette „Die drei Musketiere" von Ralph Benatzky. Die Kleine Zeitung berichtet hierzu: „Georg Schützky (Regie), Stefan Birnhuber (musikalische Leitung) und Siegmund Andraschek (musikalisches Arrangement) haben das Stück als inklusives Musiktheater wiederbelebt – und einen Volltreffer gelandet."

2025/2026: Im Auftrag der Audi Art Experience kommen im Rahmen der Audi Sommerkonzerte zwei Kinderkonzerte (Libretto: Gerlinde Andraschek) in völlig neuem Format zur Uraufführung. Nach dem Erfolg des ersten Teils (Adui und die Kraft der vier magischen Ringe) berichtet der Kulturkanal Ingolstadt zur Uraufführung des zweiten Teils (Adui und der Geschichtenzauber): „Musikalisch hinreißend und mit originellen Mitmachaktionen sehr gelungen (…)"
2026 arrangiert Siegmund Andraschek die Musik von Lukas Kranzelbinder für das Projekt „The Big Shake – A Saalfelden Homecoming" (SHAKE STEW | Bürgermusik Saalfelden | Eisenbahnermusik Saalfelden) im Rahmen des JAZZFESTIVALS SAALFELDEN.

Dirigent

Siegmund Andraschek ist von 2017–2019 musikalischer Leiter (Einstudierung/Dirigat) des Musikfestivals Steyr (Musicals: West Side Story, Chicago, Cabaret). 2017 gründet er – ausschließlich für eigene Projekte – das „Crossover-Orchestra Vienna". Aufgrund seines Profils in den unterschiedlichsten Bereichen ist er ein gefragter Juror und Dozent und folgt Einladungen als Gast an folgende Institutionen: Kunstuniversität Graz, Konservatorium Graz, JSKD Slowenien, Musikakademie Staufen (D), Österreichischer Blasmusikverband.

Musikwissenschaft

2022 promovierte er zum Thema „Robert Stolz. Instrumentation und Arrangement im Produktionsprozess seiner Musik". Er arbeitet im selben Jahr am Museum „Salon Stolz" (wissenschaftliche Beratung und musikalische Kuratierung) mit, seine Arrangements für die in Betrieb befindlichen Audiostationen werden von den Grazer Philharmonikern eingespielt.

Musikverlag

Nach der Gründung des „pettermusic" Musikverlages 2011 übergibt er den Druck und Vertrieb exklusiv an den HeBu Musikverlag (D). Mit dem erfolgten Relaunch 2025 und der Umbenennung in Musikverlag Andraschek ist die Leitung des Verlages seither in seinen eigenen Händen. Sämtliche noch nicht verlegten oder ab 2011 entstandenen Kompositionen und Arrangements sowie Musikvermittlungsprojekte sind unter musikverlag.andraschek.at und bei seinen Vertriebspartnern erhältlich. Gleichzeitig werden eigene Werke, die in Fremdverlagen erschienen sind, möglichst in den eigenen Verlag zurückgeholt.
Seit 2026 kooperiert der Musikverlag Andraschek zudem mit der Edition Rex und dem Astoria Musikverlag und bringt seither regelmäßig Werke von Robert Stolz in neuen Arrangements heraus. Zuletzt wurden die 20 Blumenlieder erstmals mit Korrekturen des Komponisten neu herausgegeben.

Herzensprojekt

Siegmund Andraschek begleitete (von 2010–2022) an der Seite von Wolfgang Jud ehrenamtlich erfolgreich das Landesjugendblasorchester Steiermark bzw. das Orchester der Akademie des Landesjugendblasorchesters Steiermark.
Flügelhorn und Tenorhorn österreichischer Bauweise sollen als Klangfarbe erhalten bleiben. Pflege der Werke der Goldenen und Silbernen Operette und insbesondere des Werks von Robert Stolz.

Und irgendwann einmal

Fachgruppenreferent für Blechblasinstrumente (2014) -
FA6 Kommunale Musikschulen Steiermark
Landesjugendreferent Stv. und Landeskapellmeister Stv. im Steirischen Blasmusikverband